Infiltrationstherapie

Ambulante Periduralanästhesie (PDA) Betäubung im Rückenmarkskanal liegender Nerven

Die Peridualanästhesie ermöglicht es, medikamentösen Einfluss auf die aus dem Rückenmarksschlauch austretenden Nervenwurzel und gleichzeitig auf den in den Spinalkanal eingetretenen Bandscheibenvorfall zu nehmen, der die Nervenwurzel durch Druck gereizt oder auch geschädigt hat. Bei dieser Therapie handelt es sich um die effektivste Form einer therapeutischen Maßnahme, vor einem in Frage kommenden operativen Eingriff, bei Bandscheibenvorfällen der unteren Lendenwirbelsäule. Bei der PDA wird eine dünne Nadel in den Rückenmarkskanal vorgeschoben, ohne seine Umhüllung (Dura) zu durchstoßen. Hierbei kommt es zu keiner Gefährdung des Rückenmarks. Die dabei eingebrachten Medikamente können sowohl den Bandscheibenvorfall austrocknen, als auch die Nervenwurzel zum Abschwellen bringen und damit Schmerzfreiheit erreichen. Diese Therapie kann ambulant, besser stationär, damit täglich und in höherer Dosierung durchgeführt werden.

Stationärer Periduralkatheter

Effizienter können die ambulanten Periduralanästhesien stationär mittels eines Periduralkatheters durchgeführt werden. Der Vorteil ist, dass das schmerzstillende Medikament mehrfach täglich und in höherer Dosierung über eine Woche regelmäßig in den Rückenmarkskanal eingebracht werden kann, fakultativ auch mit Cortison.

Welche Vorteile bringt Ihnen die PDA (stationär / ambulant) gegenüber anderen Therapieformen?

Der Vorteil dieser Methode besteht darin, dass Medikamente nur in dem Bereich verabreicht werden, der die lokale Ursache Ihrer Beschwerden ist und in dem schmerzhafte Nervenschwellungen bestehen. Im Gegensatz zu Schmerztabletten, -Zäpfchen oder Schmerzmittel, die in die Muskulatur oder in eine Vene gespritzt werden und somit ihre Wirkung im gesamten Körper entfalten, hat man bei dieser Behandlung einen lokal auf die rückenmarksnahen Nervenwurzeln begrenzten Effekt, ohne den Körper zu belasten.

Wurzelblockaden Betäubung wirbelsäulennaher Nervenabgänge

Rückenschmerzen mit Beinschmerzen (Lumboischialgie) sind ein Zeichen dafür, dass ein Bandscheibenvorfall im Rückenmarkskanal auf eine Nervenwurzel, die als direkter Ausläufer des Rückenmarks zu verstehen ist, mechanischen Druck ausübt. Dieser Druck führt zu Entzündungsreaktionen an dieser Nervenwurzel und damit zu einer Schmerzverstärkung. Lähmungen von Beinmuskeln sind nicht selten die Folge. Spezielle Maßnahmen, wie rückenmarkskanalnahe Injektionen (Wurzelblockaden), die Analgetika und wahlweise (nach Absprache) geringe Mengen Cortison an die betroffene Nervenwurzel einbringen, führen zur Abschwellung der Nervenwurzel. Auf diesem Wege wird die erneute Funktionsaufnahme des geschädigten Muskels ermöglicht. Diese Injektionstechnik erfolgt unter Bildwandlerkontrolle – also unter Sicht!

Schmerzblockaden der kleinen Wirbelgelenke und der Ileosacralgelenke

Facettensyndrom ISG-Syndrom

Die Wirbelsäule besteht aus 48 Wirbelgelenken sowie den beiden Verbindungsgelenken zum Darmbein - den Iliosakralgelenken. Es liegen also 50 potentielle Schmerzgeneratoren an der Wirbelsäule vor, die glücklicherweise auf wenige Gelenksgruppen an der HWS, BWS und LWS beschränkt sind.

Diese Gelenke können Schmerzen verursachen, die sich ähnlich wie ein BSV in ihrem Körper manifestieren - der pseudoradikuläre Schmerz – und ebenso hartnäckig sein können.

Hier halten wir für Sie eine adäquate Behandlung und Schmerzlösung parat.

Bei diesem Gelenk- und Bänderschmerz der Wirbelsäule können die Beschwerden durch bildwandlergesteuerte Injektionen mit einem Betäubungsmittel und wahlweiße kombiniert mit einer geringen Dosis an Cortison beseitigt oder gelindert werden.

Sollte diese Therapieform den Schmerz nur vorübergehend nehmen, wäre eine Denervation anzuraten (siehe Microtherapie).

 

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